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Bio-CO2 Düngung:

Ohne CO2-Düngung hätte ich etwa 3,5 mg/l CO2 im Wasser, was nach meinen ersten Erfahrungen für ein ordentliches Pflanzenwachstum nicht ausreicht. Als netter Nebeneffekt wird mit der Düngung auch eine Absenkung des PH-Wertes erreicht, so dass ich das Ausgangswasser (etwa PH 7,6) konstant auf neutrales bis leicht saures Niveau drücken kann. Da ich nun keine Lust habe, mit Gasflaschen zu hantieren und mir solche Anlagen auch zu teuer sind, habe ich mich entschlossen, mit BIO-CO2 zu düngen.

54l-Becken:
Dort hat sich das BIO-CO2 Junior-Set von Dennerle bewährt, das ich ohne weitere Modifikationen in Betrieb habe. Die Düngung ist durch die Junior-C02-Auffangwanne sehr konstant, da eine ungleichmäßige C02-Produktion durch die "Lagerung" des Gases ausgeglichen wird.
Der besondere Charme liegt nun darin, nicht ständig die Dennerle-Nachfüllflaschen zu kaufen, sondern die Lösung selbst aufzusetzen.

Rezept:
Dabei folge ich einem Rezept, welches ich hier gefunden habe und nachfolgend leicht bearbeitet wiedergebe:
Man kocht 200g Zucker und ein Päckchen Tortengelee klar (ich habe dabei keine feste Marke) in 250ml Wasser auf, lässt es leicht ankühlen und gießt es dann bis oberhalb des zweiten 'N' im 'DENNERLE'-Schriftzug in die Flasche. Das restliche Gelee kann anderweitig verwendet oder weggegossen werden. Nach dem vollständigen langsamen Erkalten (ich stelle die Flasche je nach Temperatur über Nacht auf den Balkon) wird die Trockenhefe zugegeben. Zu Anfang empfiehlt es sich, die Starterkapsel, die im Dennerle-Set enthalten ist, nicht mit in die Flasche zu werfen, um sie erneut als "Maßbecher" verwenden zu können. Zwei Kapselfüllungen Hefe reichen bei dem Tortengeleerezept dann aus. Schließlich füllt man die Flasche bis zur Marke mit lauwarmen Wasser oder Aquarienwasser auf und schließt sie wieder an.

Tipp:
Um einen übergangslosen Flaschenwechsel zu erreichen, habe ich mir noch eine zweite Dennerle Flasche gekauft. Die wird abends mit Gelee und am morgen darauf mit Hefe und Wasser gefüllt und mit der anderen Flasche ausgetauscht.

Thema Hefe:
Ich benutze ganz normale Tütchen mit Backhefe. Bei ordentlichem Verschließen nach Gebrauch, lässt sich die Hefe problemlos weiterverwenden. Mit der Zeit bekommt man auch ein Gespür für die richtige Hefemenge, zunächst sollte man aber lieber weniger als zuviel riskieren. Seit meine Starterkapsel aus Versehen nass wurde und sich auflöste, benutze ich einen kleinen Cocktaillöffel aus Plastik (etwa halb so groß wie ein Teelöffel). Einen gehäuften Cocktaillöffel voll gebe ich nun in die Dennerle-Flaschen.

Thema Laufzeit:
Die Flasche reicht so lange, wie Gas in der Junior-Wanne ist (je nach Beckengröße, Temperatur, Gärlösungszusammensetzung, Bepflanzung, etc. etwa 4-8 Wochen). Sollte die gelagerte Gasmenge spürbar weniger werden, kann die Austauschflasche vorbeitet werden. Trotzdem regelmäßig PH-Wert und CO2-Gehalt kontrollieren!

Thema Einflussvariablen:
Die Düngung lässt sich u.a. beeinflussen durch die Position der Junior-Wanne (tief oder oberflächennah im Becken, nahe an der Filterausströmung oder weiter weg), die Anzahl der Pflanzen und die Stärke der Oberflächenbewegung. Ich habe die Wanne genau so tief ins Becken eingebracht, dass bei einem Teilwasserwechsel das Gas nicht entweichen kann, sprich der CO2-Junior zum Teil noch im Wasser ist.

Thema Nachtabschaltung: Bei meinen Becken nicht notwendig, man sollte aber anfangs auf das Verhalten der Fische am Morgen achten (Luft schnappen an der Wasseroberfläche?), um sicher zu gehen.

 

 

180l-Becken:
Das Junior-Set reicht hier wohl nicht aus. Meine Anlage besteht nun aus folgenden Teilen: Zwei 1,5l-PET-Flaschen, 2 Original Dennerle Flaschenverschlüssen (hatte keine Lust zum selber basteln, geht aber auch, indem man ein Loch in den Flaschenverschluss macht, den Schlauch hineinsteckt und das ganze mit Silikon abdichtet), Dennerle CO2-Schlauch (Luftschlauch geht nicht, da CO2-durchlässig, andere CO2-Schlauchmarken passen eventuell nicht auf die Flaschenverschlüsse, wie ich mit schwarzem CO2-Schlauch erfahren musste), einem T-Stück, einem Rückschlagventil, einem Blasenzähler und dem mittleren Dennerle Flipper.
Zunächst kommen die Verschlüsse auf die Flaschen, dann werden Schlauchstücke draufgesteckt, die bald in einem T-Stück zusammenlaufen. Vom T-Stück geht es weiter zum Rückschlagventil, danach zum Blasenzähler und anschließend zum Flipper. Hier eine alles andere als maßstabsgetreue Skizze. Zum Zweck der einzelnen Teile: Das Rückschlagventil verhindert ein Auslaufen des Aquariums und des Blasenzählers (sofern es vor dem Blasenzähler eingebaut wird), wenn sich der Schlauch von der Gärflasche löst. Ohne dieses Ventil würde der plötzliche Druckabfall wie ein Ansaugen wirken und das Aquarium leer laufen bis unter den Flipper. Beim Abziehen des Schlauches zum Flaschenwechsel sollte man aber trotzdem darauf achten, dass die Flasche sich über der Wasserstandshöhe befindet, sonst läuft der Blasenzähler halb leer und das Wasser daraus steht bis zum Rückschlagventil im Schlauch. Lästig, weil man dann wieder einige Schlauchverbindungen lösen muss, um das Wasser in den Blasenzähler zurückzubekommen.

Meien BIO-CO"-Anlage

Der Blasenzähler ist bei Einsatz eines Flippers eigentlich nicht zum Blasen zählen nötig, deren Verlauf kann man viel besser im Flipper nachverfolgen. Er dient vielmehr dazu, das entstehende Gas zu waschen und zu verhindern, dass Hefeschaum oder sonstige Verunreinigungen ins Aquarium eintreten und das Wasser belasten. Der Flipper sollte nach Anleitung im Aquarium angebracht und gepflegt werden.

Rezept: S.o., aber diesmal nichts wegkippen, sondern das ganze Tortengelee in eine 1,5l-Flasche füllen und drei gehäufte Cocktaillöffel pro Flasche nehmen.

Tipp: Hier ist eine dritte Flasche für einen übergangslosen Wechsel unabdingbar.

Thema Hefe: S.o., hier aber drei Cocktaillöffel voll pro Flasche.

Thema Laufzeit: Um eine konstante CO2-Versorgung zu erreichen, laufen beide Flaschen jeweils sechs Wochen, allerdings um drei Wochen versetzt. Alle drei Wochen wird also eine Flasche ausgetauscht.

Thema Einflussvariablen: S.o.

Thema Nachtabschaltung: S.o.

   
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